15.12.2015  /  Sascha  /  Kategorie: Plattentaschen-Check

Diesen Donnerstag spiele ich (Basco) endlich mal wieder im Ohm in Berlin. Dieses Mal allerdings keine Stunde, sondern… eine halbe! Nämlich von 22 bis 22.30 Uhr, allerdings wird das auch hauptsächlich Dub und Reggae, da dauern sie Songs ja eh nicht so lange. Als Vorgeschmack hier mein Midbummer-Mix vom Sommer dieses Jahres:

Außerdem geht es auch um eine gute Sache, da bin ich immer gerne dabei. Zum einen feiert Uta bei dieser Ausgabe des Rec Rooms ihren Geburtstag nach, zum anderen gehen alle Einnahmen an eine Hilfsorganisation in Syrien. An welche genau, das steht noch nicht fest, wird aber sobald wie möglich entschieden und bekanntgegeben. Bis dahin freue ich mich auf einen Donnerstag in bester Gesellschaft hinter und vor den Decks und haue in dieser Ausgabe des Plattentaschen-Checks schon drei Platten raus, die ich an diesem Abend auf jeden Fall auch mit im Gepäck haben werde.

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Rec Room #13 mit Elisabeth, Sarah Farina, Dub War, Uta, Wasteman, Basco u.v.m.
Ohm, Köpenicker Straße 70, Berlin-Kreuzberg
17. Dezember, Donnerstag, 21 Uhr bis… spät.

The Frightnrs – I’d Rather Go Blind (Daptone Records)

Hin und wieder habe ich zu viel Zeit, dann scrolle ich mich einmal komplett durch die Preorder-Seiten von Clone, Rush Hour, Boomkat, Phonica oder HHV. Bei Letzteren habe ich irgendwann auch diese 7-Inch auf Daptone entdeckt, und da die zwischen mit zu viel Pathos beladenem Kitsch-Soul und irgendwie austauschbarem Funk-Gedöns auch immer wieder richtig tolle Platten rausbringen, höre ich einfach immer rein. Die hier wanderte dann auch direkt ins Vorverkaufskörbchen, weil Reggae, Soul und Herzschmerz auf diesem Level immer gehen. Auf der B-Seite wartet mit weniger Melancholie und Text beladen der Dub und macht diese Single perfekt.

Gregory Isaacs – Rock On (Observer)

Entdeckt bei Gizmo von Berceuse Heroique, der neben mehr als fragwürdigen Statements auf Twitter und Facebook eben auch regelmäßig tolle Reggae- und Dub-Tunes raushaut. Mit Nachdruck empfohlen hat mir „Rock On“ dann Hops vom Hard Wax, wo ich diese 12-Inch auch trotz ihres eigentlich unverschämten Preises mit einsacken ließ. Bei Songs wie diesen hier setzt bei mir leider nach wie vor einfach jede Gegenwehr aus. Doch verdammt, das Ding ist einfach wirklich „total murder“, wie Hard Wax meint.

Tommy McCook – The Sannic Sounds (Dub Store)

Wenn’s nach mir ginge, kämen gute Reissues immer auch mit interessanten Liner Notes um die Ecke. So wie diese Platte, erschienen bei Dub Store. Neben den Original-Covers und ein paar alten Fotos gibt’s auf Japanisch und Englisch Infos zu Tommy McCook (der mir zuvor tatsächlich kein Begriff war), seiner Musik und den Aufnahmen dieser Tracks. Doch wem das alles zu viel Input neben der Musik selbst ist, der gönnt sich ganz einfach eine der besten Wiederveröffentlichungen des Jahres, produziert und arrangiert von Glen Brown, aufgenommen in King Tubby’s Studio auf Jamaica. Nuff said.