11.01.2017  /  Sascha  /  Kategorie: Portraits

Weed Beats

Reggae, Dub, Afro-Beat – and anything in between & beyond. Unter diesem Motto läuft seit Ende vergangenen Jahres einmal im Monat auf Radio 80000 von München aus die Radioshow Weed Beats. Gehostet von Sarah alias Essika und ihrem Freund Andi (Tuesday Slump), gibt es hier zwei Stunden lang Reggae, Dub und Artverwandtes zu hören. Für Essika, die wohl nicht wenige vor allem für ihre House- und Techno-Sets kennen, eine Herzensangelegenheit und gewissermaßen auch ein Schritt back to the roots. Warum, das verraten uns Sarah und Andi unter anderem im Interview rund um ihre neue, gemeinsame Radiosendung.

Sarah und Andi, was ist das Konzept hinter Weed Beats, warum Reggae und Dub, kein House oder Techno, wofür man dich (Essika) vermutlich eher kennt?

Sarah: Ich habe früher in meinen Teenagerjahren Dreadlocks getragen und folglich auch sehr viel Reggae und Dub gehört. Das habe ich in den letzten Jahren zunehmend wieder entdeckt und auch sehr viele Platten aus dieser Sparte gekauft – back to the roots also.

Andi: Und meine musikalischen Wurzeln sind im HipHop verankert. So sehr wir elektronische Musik lieben, haben wir Techno und House fast jedes Wochenende im Club beziehungsweise bei uns zu Hause, da wir ja auch in diese Richtung produzieren. Die Radioshow bietet uns die Möglichkeit, mal so ziemlich alle Platten zu spielen, die sonst eher selten den Weg in den Plattenkoffer finden.

Sarah: Das musikalische Konzept soll sich aber nicht ausschließlich auf Reggae und Dub beschränken. Es geht allgemein um entspannte Klänge, die man eben nicht unbedingt oder nur selten im Club hört, sondern eher gemütlich zu Hause oder im Büro – passend natürlich auch zur Sendezeit am Dienstagnachmittag.

Wie plant ihr die Shows und wo nehmt ihr sie auf? Gibt es schon Pläne für die kommenden Ausgaben?

Andi: Die Shows nehmen wir immer bei uns zu Hause in unserem Studio auf. Eine Live-Übertragung ist im Moment noch etwas schwierig, da wir einen vier Monate alten Sohn haben, der nachmittags meistens die volle Aufmerksamkeit von mindestens einem von uns fordert. Deshalb nehmen wir den Mix meistens bereits am Vorabend auf und sprechen die Moderation am nächsten Tag separat drüber. Ich bin dabei eher für das Abmischen zuständig, während Sarah moderiert. Die Platten suchen wir in der Regel zusammen aus.

Sarah: Ein wirkliches Konzept gibt es im Vorfeld eigentlich nicht. Wir versuchen immer eine bunte Mischung aus unserer Plattensammlung zusammenzustellen – natürlich sehr viel Reggae und Dub, aber auch Afro-Beat oder mal eine eher elektronische Platte aus dem Bereich Leftfield oder Ambient. Für die nächsten Shows sind aber auf jeden Fall auch Gastmixe geplant. Wir sind prinzipiell offen für alles und freuen uns schon sehr auf die kommenden Sendungen.

Habt ihr schon vorher Erfahrungen im und mit dem Medium Radio gesammelt oder ist das etwas ganz Neues für euch?

Andi: Wir waren beide schon mal zu Gast im Radio, aber eine eigene Sendung zu machen, ist für uns eine völlig neue und damit natürlich sehr spannende Erfahrung.

Sarah: Ich finde, Radio ist ein sehr wichtiges Format. Vorallem im heutigen sehr digitalen Zeitalter, wo man oft von der Flut der verfügbaren Musik überrannt wird, kann es nicht schaden, den Hörern ein bisschen gut selektierten Input und auch ein paar Infos zu den Tracks mitzugeben.

Weed Beats

Wie seid ihr zu Radio 80000 gekommen – oder wie sie zu euch?

Sarah: Unser Freund Jakob, der auch eine Show auf Radio 80000 macht, hat mich mal gefragt, ob ich nicht einen Gastmix machen möchte. Ich habe natürlich sofort zugestimmt, aber passiert ist lange nichts. Hauptsächlich bedingt durch meine Schwangerschaft, aber auch einfach dadurch, dass ich lange nicht wusste, welche Art von Mix ich machen will. Klar war schnell, dass es kein Clubmix werden sollte. Als ich mich dann endlich für eine Richtung entschieden hatte, kam die Idee doch einfach eine ganze Sendung daraus zu machen. Andi war auch gleich sehr angetan.

Andi: Genau. Ich habe dann gleich ein Weed-Beats-Logo entworfen und wir haben angefangen, die Platten für die erste Sendung zusammenzustellen. Die Jungs von Radio 80000 sind zum Glück auch sehr unkompliziert und lassen uns da total freie Hand.

Gibt es andere Sendungen auf Radio 80000, die ihr empfehlen könnt?

Sarah: Sehr hörenswert sind auf jeden Fall immer die Sendungen „Beyond Religion“ von Jakob alias Faune, „In Your Hearts Not The Charts“ von Immanuel Zanzibar & DJ Pee Bee, die wöchentliche Sendung „Office Dance“ von Sendermacher Leo und die Ruffhouse Radioshow.

Andi: Generell muss man aber wirklich sagen, dass man eigentlich nie etwas falsch macht, wenn man Radio 80000 einschaltet. Das Programm ist sehr vielseitig und es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Wann läuft die nächste Ausgabe von Weed Beats?

Andi: Die nächste Show hat am 17. Januar von 14 bis 16 Uhr Premiere und wird dann immer dienstags zur selben Zeit wiederholt, bis es dann vier Wochen später (also am 14. Februar) die nächste Show gibt. Es wird also jeden Monat eine neue Sendung geben.

Sarah: Außerdem kann man alle Shows auf unserem Soundcloud-Account oder auch auf dem Mixcloud-Profil von Radio 80000 nachhören.