07.05.2015  /  Sascha  /  Kategorie: Portraits

Irgendwann war da auf einmal der Name fromheretillnow. Eine Facebook-Seite, ein Soundcloud-Profil, eine Website mit interessanten Artikeln und zahlreichen wirklich spannenden, ab- und vielseitigen Mixen irgendwo zwischen experimentellem Pop, Folk und Drone. Ich horchte gespannt auf, wurde Fan und verfolge seitdem regelmäßig das Treiben des Projektes, hinter dem Marc Jauss aka Jauss steckt, der zugleich auch Resident des Clubs Zukunft in Zürich ist. Auf der fromheretillnow-Website beschreibt Marc sein Projekt unter anderem als „online magazine highlighting obscure and unconventional music since 2012“ und gibt schonmal die grobe musikalische Richtung vor. Wir wollten es einmal genauer wissen und fragten ihn, was und wer noch alles hinter fromheretillnow steckt, wie er seine Mixe konzipiert und was noch alles für die Zukunft geplant ist.

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Marc, was ist fromheretillnow und wer steckt neben dir alles dahinter?
Fromheretillnow ist ein Online-Magazin mit dem Fokus unkonventionelle Musik zu beleuchten. Jeden Monat erscheinen neue Beiträge und Artikel rund um Lo-fi Pop, No Wave, Drone und Neo Folk. Eine Art gut sortierter Plattenladen angereichert mit Mixes und Podcasts. Momentan betreibe ich alles in Eigenregie. In Zukunft werden aber weitere Autoren und Musiker das Universum erweitern. Da freue ich mich schon sehr darauf.

Wann und wie bist du auf die Idee zu fromheretillnow gekommen?
Seit einer ziemlich langen Zeit mache ich nun schon Mixes und Compilations. Mein Interesse für Musik wurde auch nicht weniger. Das ganze war aber eher so für Freunde und Bekannte. Die Feedbacks waren aber immer sehr inspirierend und haben mich dazu ermutigt, einen Schritt weiter zu gehen. Es macht einfach unglaublich Spaß, eine gewisse Transparenz in die eigene Plattensammlung zu geben. Die Webseite funktioniert nun auch international und ist vom einfachen Blog zu einem überschaubaren Magazin gewachsen.

Es sind inzwischen zahlreiche Mixe auf der Seite zu finden – wie entstehen diese, gibt es jedes Mal ein spezielles Konzept oder legst du manchmal auch einfach los und drückst auf Record?
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formate. Das eine sind die klassischen Mixes, die ich selber produziere. Des Weiteren gibt es das Podcast-Format, welches angereichert ist mit allerlei spannendem Audiomaterial. Von selbst gemachten Field Recordings bis zu seltsamen Interviews ist da einfach alles dabei. Da braucht es auch gar nicht immer diese klassische „funktionale“ Mixtape-Struktur. Man kann experimentieren und sich seine eigenen Collagen basteln, wie es gerade passt.

Wo soll es noch hingehen mit fromheretillnow? Ist eventuell ein Label geplant, Nächte in einem Club, einer Bar oder so?
Es funktioniert alles irgendwie parallel. In nächster Zeit wird es spannende Beiträge geben, wie zum Beispiel eine Podcast-Episode von Beau Devereux alias Samantha Glass aus Wisconsin. Weitere Compilations von Dial-Member Lawrence und der zauberhaften Áine O’Dwyer aus Irland sind in Planung. Des Weiteren gibt es einen neuen fromheretillnow-Review Teil im fantastischen Zweikommasieben Magazin. Ganz besonders freue ich mich auch auf einen Beitrag von Hannes Grassegger über Pauline Anna Stroms Trans Millenia Consort-Platte. Dieser wird nächsten Monat auf der Page veröffentlicht. Wo es aber genau hingeht, wird sich noch zeigen.