04.12.2013  /  Jan  /  Kategorie: Platte der Woche

Move On” und “Last Goodbye” waren für mich immer zwei D’n’B-Roller für die dramatische Fahrt in den Sonnenuntergang, den frühmorgendlich-euphorischen Rausschmiss aus dem Club oder einfach alle anderen Momente, die zumindest im Gedächtnis episch zu sein scheinen. Großen Anteil an der dichten Atmosphäre dieser Klassiker von Seba & Paradox hatte die Stimme von Robert Manos. Jetzt singt dieser Robert Manos für Synkro – eine Kooperation, die eigentlich zwangsläufig kommen musste.

Denn auch Synkro hat einen Hang zu Kitsch und immer ein offenes Ohr für eingängige Melodien, schafft es aber immer noch kurz vor dem Absturz ins zu Süßliche etwas Pfeffer seinen Tracks beizumischen. Da haben sich also zwei gefunden: Federleicht und eingängig sind „Lost Here“ und „In My Arms“, Emotionen werden durch Roberts Stimme und Synkros Flächen hochgespült und mit minimalen Drumpatterns maximal in Szene gesetzt. „Nights Of Pleasure“ und „Fading Lights“ sind zwei Instrumentals und etwas zurückhaltender in der Ausführung. Trotzdem zwei Prototypen der verträumten, von Subbass und Chords getriebenen Electronica à la Synkro. Die “Lost Here”-EP ist perfekt für Tage ohne viel Sonnenlicht, denn das können Synkro & Manos auch so verbreiten. Eine glanzvolle Platte!