08.08.2016  /  Jan  /  Kategorie: 3 Kurze

Ich hatte da wohl eine längere und ungeplante Diät in Sachen Plattenkauf hinter mir, denn plötzlich setzte der Jo-Jo-Effekt ein: Über drei Monate keinen Plattendealer getroffen und dann plötzlich um die 20 Platten innerhalb einer Woche nach Hause tragen. Binge buying – oder was? Eine kleine Auswahl meiner Ausbeute gibt es jetzt als 3 Kurze.

Gnork Presents DJ Shark – Space Beach/Double Sunset – UTTU (2015)

Das Label von DJ Haus hat sich zu einem echten Gemischtwarenladen mit Wühltruhe für die verschiedensten Geschmäcker entwickelt, in dem sich zwischen sympathisch abstrusem Ramsch immer häufiger ein versteckter Hit wie “Double Sunset” findet. Man muss dem Track Zeit lassen. Der verrauschte Breakbeathouse triggert die Nostalgie in mir und spätestens wenn die Fläche zum zehnten Mal schön schräg reingeloopt wird, stellt sich eine tiefe Zufriedenheit ein.

Various – Van Doumen 2 – Van Doumen (2016)

“Van Doumen” ist ein Sublabe des Leipziger Doumen Records und reserviert für deren ganz speziellen Remix-Compilations. Für die dürfen sich Künstler frei im Doumen-Katalog bedienen und alles in den Mixer hauen. Auf der zweiten Platte ist L.A.`s Beatfrickler Ras G, Homie Leibniz, der New Yorker Newcomer Photay und Kornél Kovács von Studio Barnhus vertreten. Krasse Mischung auf jeden Fall. Alle fünf Stücke sind charmant und hörenswert, müsste ich Favoriten picken, wäre es der in sich gebrochene und von der Leichtigkeit der 80er Jahre inspirierte Beitrag #2 von Photay und das hängengebliebene Kiffer-Sample von Leibniz. Ouououououououou!

Throwing Shade – Mystic Places/Lights – Ominira (2013)

2013 hatte ich diese Platte auf Kassem Mosses Label Ominira nicht auf dem Radar und habe sie kürzlich aus zweiter Hand gekauft. Extrem reduzierte Garage-Einflüsse und gepitchte Vocals lassen “Mystic Places” in Burials Ecke rücken, ohne jedoch eine geradlinige Eigenständigkeit zu bewahren. “Lights” ist etwas schrägerer Ambient und mein Kaufgrund. Stimmungsvolle Platte!


Als DJ blendet whatwhatwhat House und Techno nahtlos mit Bass & Breaks. Und wenn er mal nicht auf Plattendiät ist, schreibt ashore-Mitbegründer Jan für die Groove und ist Teil des Filmemacherteams 6sept13.