28.02.2017  /  Sascha  /  Kategorie: 3 Kurze

Dreieinhalb Jahre ist es nun schon her, da begrüßten wir Arsy im Ashoreradio. Damals hieß er noch Arsen1Computerklub (mit K!), doch auch unter seinem neuen, viel besser zu merkenden Namen, schraubt er regelmäßig tolle Podcasts für Rixdorf Jams oder veröffentlicht maximal empfehlenswerte Platten auf Labels wie Milnor Modern oder Laubenpiepers Finest. Wir sind immer noch bzw. mehr denn je Fans, höchste Zeit also für ein Wiedersehen bei 3 Kurzen, cheers!

Merv – Dust – Dancecop (1998)

Wenn ich mir Dub-Techno aus den Neunzigern anhöre, dann ist dieser mit vielen neuen Sachen aus dem Genre für mich fast nicht mehr zu vergleichen. Diese Endlos-Loops und durchwabernden Pads scheinen heute im Produktionseifer so mancher verloren zu gehen. Durch konstruiertes Schema F mit diesem ewig gleichen Synthie-Chord, Hauptsache schön Delay. Wenn man aber eine Stunde lang ein und den selben Loop gehört hat, und er einem danach noch nicht auf die Ketten geht, ist das doch schon mal ein 1A-Kriterium oder nicht? Lass laufen Digger, die Welt dreht sich für den Moment auch ohne dich.

The Other People Place – You Said You Want Me – Warp Records (2001)

„Musste ja kommen!“ werden einige sagen. Das stimmt, sage ich. Man steht auf, geht arbeiten, bekommt am Ende des Monats einen Gehaltsscheck, mit dem man sich dann für seine getane Arbeit belohnen soll. Nun gibt es aber Leute, die auf Heimkinosysteme oder Flachbildfernseher scheißen. Die möchten sich einfach ’ne schöne Scheibe kaufen. Kacke dann, wenn es diese Scheibe nur noch über Discogs bei irgendeinem Vollidioten gibt, der es sichtlich vollkommen okay findet, sich an der Arbeit anderer zu bereichern. Und wenn man dann in den sauren Apfel beißt, auch noch eine Platte geschickt bekommt, die den Eindruck macht, sechs Jahre lang von einem Dreijährigen aufgelegt worden zu sein. Danke Warp Records, da mal gegenzusteuern. Und an alle anderen strictly limited to XY Copies Labels: wenn euch die Leute schon geil finden, dann lasst sie sich wenigstens auch eure Platten kaufen! I said i want you, dang it.

Idealist – Quechua – Idealistmusic (2016)

Das ganze Album (Firewood Street) ist eine ziemlich starke Nummer. Dieser Track ist in seiner dreckig rohen Art aber einer der besten auf der ganzen Scheibe. Keine Schnörkel, kein Firlefanz, einfach mal kurz Hi-Hat und Kick raus und wenn die Nummer wieder lospoltert, wird die ganze Tanzfläche rasiert. Zwischen fünf und sechs reißt es da dem einen oder anderen auch gerne mal die Beine weg. Überwiegend mir. Prost.


An seinem ersten Album arbeitet Arsy zwar immer noch, doch schon jetzt lohnt sich ein Blick in seine Diskografie dank Releases auf Milnor Modern oder Laubenpiepers Finest sehr. Zwischendurch schraubt er regelmäßig Podcasts für Rixdorf Jams und haut auch im Club den funky Shit auf die Plattenteller. Zudem hat er einen grandiosen Humor und fantastischen Musikgeschmack – beides bewiesen bei Ashoreradio.