04.09.2018  /  Sascha  /  Kategorie: Plattentaschen-Check

STN

Mit großen Infos und viel Blabla hielten sich die Jungs vom Plastic House aus Dresden bzw. inzwischen Leipzig und Berlin schon immer eher bedeckt. Statt langer Pressetexte ließen sie ihre Mixe und Partys für sich sprechen. So pflegt die Crew seit Jahren ihre Liebe zum House in seinen zahlreichen Spielarten, wagt immer wieder den Blick über den Plattentellerrand hinaus und macht eben ohne großes Tamtam ihr eigenes Ding. Zum Beispiel im Bohnengold in Berlin-Kreuzberg, wo STN seit längerem Partys veranstaltet und regelmäßig Freunde und Bekannte zu sich an die Decks bittet. So auch wieder diesen Freitag, wo ich (Basco) zusammen mit ihm ab 23 Uhr die Musik an- und ausmachen werde. Doch zuvor lege ich euch nicht nur eines der vielen tollen DJ-Sets von STN ans Herz, sondern haut ebenjener auch noch drei Platten raus, die er am Freitag mit im Gepäck haben wird.


Helen – Zanzibar (Discomagic Records)

Die Italo-Nummer von Helen verlässt selten die Tasche und ist zweifelsfrei eines meiner Lieblingsstücke von ihr. Wenn Sie „Love is up in Zanzibar… deep down in Africa“ singt, wird’s mir gleich ein bisschen wärmer ums Herz. Nicht nur deshalb ist sie oft in den ersten Stunden zu hören. Meine Originalpressung kam leider mal in der Bohne weg, aber zum Glück gibts Dark Entries, die diese feine B-Seite in einer ziemlich klar klingenden Reissue herausgeben.

Smith N Hack – To Our Disco Friends (Tribute)

Wie ein guter Wein, wird immer besser. Obwohl recht stompy kommt die Nummer super erfrischend und belebend um die Ecke. Bohannon Disco Symphony wird durch die integrierten Samples neu interpretiert und das auf einem ziemlich coolen Drahtseilakt. Einerseits experimentell und unerwartet, gliedert sich der Track doch wunderbar zwischen House und Disco ein.

PM Dawn – Set Adrift on Memory Bliss (Gee Street)

Radio R.SA mit seinem charmanten Schrebergartengedudel hat immer ’ne gute 80er-Nummer bereit, unter anderem auch „True“ von Spandau Ballet. PM Dawn haben aus dem Ding eine poppige Rap-Nummer entstehen lassen, welche kombiniert mit drei bis acht Schulle nicht nur bei mir ein Grinsen über beide Ohren erzeugt. Auch gut kombinierbar mit dem „echten“ True.


Los geht’s am Freitag im Bohnengold (Reichenberger Str. 153, Berlin-Kreuzberg) um 23 Uhr, alle weiteren Infos gibt es bei Facebook und Resident Advisor.