08.10.2013  /  Sascha  /  Kategorie: Podcasts

Riesig, massiv, tonnenschwer – und doch weit über den Wolken schwebend. Das tun nicht nur die „Submarines in Heaven“, sondern auch die Tracks unseres neuen Ashorecasts von Henning Renken, der selbst Teil eben jenen Hamburger Kollektivs ist. Am kommenden Freitag, den 11. Oktober, geht er gemeinsam mit Nike.Bordom, Dor und anderen in der Berliner Loftus Hall wieder gemeinsam auf himmlischen Tauchgang – gute Timing also, um schonmal Vorab „schmutzig hinter die Löffel“ zu kriegen und Henning etwas näher vorzustellen.

Henning Renken DJ

Aufgewachsen im Hinterland Norddeutschlands, wo er seine Zeit unter anderem als Drummer in diversen Noise- und Hardcore-Bands verbrachte, landete er später schließlich in Hamburg. Früh auch vom Techno- und Drum’n’Bass-Fieber gepackt, hält er seine Ohren stets in alles Richtungen offen. Egal ob Noise-Rock, Detroit bis Chicago oder Dubstep über Deep House sowie HipHop und gut produzierter Minimal oder stilsichere Popmusik – Hauptsache, es hat Funk. Oder noch besser: es jackt.

Sein Ashorecast ist eine Mischung aus Techno, Ambient, Acid und Brettern von der Insel mit Tracks von unter anderem Donato Dozzy, Andy C, Planetary Assault Systems, Dez Williams, Bass Clef oder Ivvvo. Den kompletten Mix findet ihr weiter unten, ein paar Worte von Henning selbst hier:

Aufgewachsen bist du in den „Northern outbacks of Germany“ und lebst derzeit in Hamburg, welche Orte haben dich besonders musikalisch geprägt in den letzten Jahren und wo legst du besonders gerne auf?
Das waren in der „Outback-Zeit“ so in den Frühneunzigern eigentlich eine recht wilde Mischung aus Hardcore/Punk-Konzerten, zum Beispiel im Schlachthof in Bremen, und kleinen oder auch größeren Raves und Partys auf dem Land in irgendwelchen Mehrzweckhallen oder okkupierten Landgasthöfen. Prägend war damals das „Überschall“-Festival in Bremen, auf dem dann plötzlich Pan Sonic mit The Jesus Lizard auf einem Timetable standen. Der Übergang bei mir selbst vom Schlagzeug zu den Plattenspielern kam dann so im goldenen Zeitalter des Drum’n’Bass mit Metalheadz, Reinforced, Goldie und so weiter. Aber auch Mo Wax & Ninja Tunes. Es waren aber auch damals schon durchaus frühe Chicago- oder obskure AFX-Platten im Umlauf, die mitunter bei mir landeten.
In Hamburg war es dann wohl so Silvester 2000 im Golden Pudel Club, als ich mir sagte: „Hier lässt es sich aushalten.“ Hergezogen bin ich dann kurze Zeit später. Ich schließe mich dem Hype an und sage: Der Pudel ist ein ganz besonderer Ort um aufzulegen und man kann sich in alle musikalischen Gefilde begeben. Wer meckert, kann gehen. Aber gemeckert wird eh kaum, im Gegenteil. Ansonsten liegt mir unser eigener Abend im Komet gerade sehr am Herzen. Der muss jetzt gepflegt und aufgepäppelt werden.

sih-loftus

Du bist Teil der Submarines In Heaven, was hat es damit auf sich?
Submarines In Heaven sind ein Kollektiv aus guten Freunden und Bekannten , die sich aufgrund einer gewissen Liebe zu Techno und Abseitigem gefunden haben und nun ihren Hafen im Komet auf Sankt Pauli haben. Dort gibt es dann im Basement schmutzig hinter die Löffel und oben den Freistil-Chill-out an der Bar.

Wie hast du den Mix aufgenommen?
Den Mix habe ich spontan in einem Take ohne große Vorgrübelei aufgenommen, mit ’nem Mixer und zwei Plattenspielern.

Diesen Freitag spielst du in Berlin, wo kann man dich sonst demnächst hören?
In nächster Zeit werden wir uns auf den Komet-Abend konzentrieren und unsere Kräfte dort investieren. Ich strecke aber momentan auch durchaus überregional die Fühler aus.

Tracklist

0. Donato Dozzy plays Bee Mask – Vapourwave 01
1. Disjecta – Alumn Chime
2. Move D & Hear – Irene Birth
3. Max Mohr – Northern Star
4. Mike Dehnert – N/a
5. Alex Cortex – Force Of Attrition
6. Stenny – Trilithe (Paul Du Lac Rhythm Remix)
7. Delta Funktionen – Sun Storm
8. Dez Williams – Underground Persistent
9. Planetary Assault Systems – No Exit
10. Voices From The Lake – N/a
11. Tin Man – Swarm
12. IVVVO – Darkness In My Soul
13. Origin Unknown – Valley Of The Shadows
14. Martyn – Oceania
15. SW – Reminder (Burriddim Mix by DJ Sotofett)
16. Rekord 61 – Pereval (Anstam Remix)
17. DCantu – The Lost Tribe
18. James Ruskin – N/a
19. Bass Clef – Ghost Kicks In The Spiral
20. Donato Dozzy plays Bee Mask – Vapourwave 07

Henning Renken kann man auf Soundcloud und Facebook folgen.